Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 14.06.2026 · Version 1.0

für die Nutzung der App und Plattform „Crashly".

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Begriffe

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für die Nutzung der mobilen Anwendung und Plattform „Crashly" („App" oder „Plattform") durch natürliche Personen, die die App als Geschädigte eines Verkehrsunfalls oder als Empfehlende nutzen („Nutzer"). (2) Anbieter und Vertragspartner ist: SRAC Fahrzeugpflege UG (haftungsbeschränkt), Senftenhütterstr. 7, 16230 Golzow („Anbieter", „wir" oder „Crashly"). (3) Begriffe: • Geschädigter / Nutzer: Person, die über die App einen Verkehrsunfall meldet. • Fall / Lead: Die vom Nutzer gemeldeten Angaben zu einem Schadenereignis, die auf der Plattform zur Kontaktaufnahme durch Gutachter bereitgestellt werden. • Gutachter / Sachverständiger: Externe, eigenständige Kfz-Sachverständige bzw. Sachverständigenbüros, die über die Plattform Kontakt zu Nutzern aufnehmen können. • Empfehlender: Nutzer, der über einen persönlichen Empfehlungslink weitere Personen einlädt. (4) Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Leistungsbeschreibung – keine Rechtsdienstleistung, keine Schadensregulierung

(1) Die App ist eine rein technische Vermittlungs- und Kontaktanbahnungsplattform. Sie ermöglicht es Nutzern, ein Schadenereignis zu dokumentieren und ihre Angaben als Fall/Lead bereitzustellen, damit unabhängige Gutachter eigenständig Kontakt aufnehmen können. (2) Klarstellung: Crashly erbringt keine Rechtsdienstleistungen im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG), insbesondere keine Rechtsberatung, keine außergerichtliche Schadensregulierung, keine Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber Versicherern oder Dritten. Crashly erstellt keine Gutachten und gibt keine Empfehlung zur Höhe von Ansprüchen ab. Die Auswahl, Beauftragung und inhaltliche Arbeit des Gutachters erfolgt eigenverantwortlich zwischen Nutzer und Gutachter. (3) Zwischen Nutzer und Gutachter kommt ein eigenständiger Vertrag zustande, auf den Crashly keinen Einfluss hat und für dessen Inhalt und Erfüllung Crashly nicht haftet. Crashly ist nicht Partei dieses Vertrags. (4) Crashly schuldet keinen Erfolg (z. B. keine Vermittlung eines Gutachters, keine Schadenregulierung, keine Auszahlung durch Versicherer). (5) Der Sachverständige ist und bleibt in seiner Begutachtung unabhängig und neutral. Eine etwaige Vergütung zwischen Crashly und Gutachter berührt die Neutralität des Gutachtens nicht und ist nicht von dessen Inhalt oder Ergebnis abhängig.

§ 3 Kostenfreiheit für Nutzer

(1) Die Nutzung der App und das Einreichen eines Falls sind für den Geschädigten kostenlos. Eine etwaige Vergütung von Crashly erfolgt ausschließlich im Verhältnis zu den Gutachtern auf Grundlage gesonderter Verträge. (2) Kosten können dem Nutzer nur entstehen (a) im Verhältnis zum von ihm beauftragten Gutachter und (b) im Fall des § 9 (schuldhaft falsche Angaben).

§ 4 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Für die Nutzung kann die Anlage eines Nutzerkontos erforderlich sein. Der Nutzer muss mindestens 18 Jahre alt und unbeschränkt geschäftsfähig sein. (2) Der Nutzer macht bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben und hält diese aktuell. (3) Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Nutzer haftet für Aktivitäten unter seinem Konto, soweit er sie zu vertreten hat.

§ 5 Ablauf der Fallmeldung und Bereitstellung als Lead

(1) Der Nutzer meldet ein Schadenereignis, indem er die abgefragten Angaben (z. B. Unfallhergang, Ort, Zeit, beteiligte Fahrzeuge, Schäden, ggf. Fotos, Kontaktdaten) macht. (2) Mit dem Einreichen und nach ausdrücklicher Einwilligung wird der Fall als Lead bereitgestellt und kann an einen oder mehrere Gutachter weitergegeben werden, die selbständig Kontakt aufnehmen. (3) Der Nutzer kann seine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (siehe Datenschutzhinweise); bereits erfolgte Weitergaben bleiben unberührt. (4) Crashly übernimmt keine Gewähr dafür, dass sich ein Gutachter meldet oder einen Auftrag annimmt.

§ 6 Pflichten und Wahrheitszusicherung des Nutzers

(1) Der Nutzer sichert zu, dass seine Angaben zum Schadenereignis wahr, vollständig und nicht irreführend sind und dass er berechtigt ist, diese Daten (einschließlich Fotos und Daten Dritter, soweit zulässig) bereitzustellen. (2) Der Nutzer versichert insbesondere, dass a) tatsächlich ein Schadenereignis vorliegt, b) er als Geschädigter/Berechtigter handelt, c) der Fall nicht fiktiv, manipuliert oder mehrfach (mit dem Ziel doppelter Vorteile) eingereicht wird. (3) Verboten sind insbesondere: falsche oder vorgetäuschte Schadenfälle, Identitätstäuschung, missbräuchliche Mehrfachanmeldungen, automatisiertes Auslesen (Scraping) sowie jede betrügerische oder rechtswidrige Nutzung. (4) Dem Nutzer ist bewusst, dass das Vortäuschen oder unrichtige Darstellen von Schadenfällen straf- und zivilrechtliche Folgen haben kann (u. a. Betrug nach § 263 StGB) und dass Crashly und betroffene Gutachter sich entsprechende Schritte vorbehalten.

§ 7 Empfehlungsprogramm (Empfehlungsprämie)

(1) Nutzer können über einen persönlichen Empfehlungslink andere Personen einladen. Wirbt der Empfehlende eine Person, die anschließend einen gültigen Fall einreicht, kann der Empfehlende eine pauschale Prämie von 50,00 € erhalten. (2) Ein „gültiger Fall" liegt vor, wenn kumulativ: a) ein tatsächliches Schadenereignis vorliegt, b) die Angaben wahr und vollständig sind, c) der Fall nicht von einer Ausschlussregel erfasst ist (z. B. Eigenempfehlung, Mehrfachkonten, missbräuchliche/automatisierte Anmeldung), d) eine tatsächliche Kontaktaufnahme/Beauftragung eines Gutachters erfolgt ist. (3) Die Prämie wird nicht gewährt bzw. ist zurückzuzahlen, wenn der zugrunde liegende Fall ungültig, vorgetäuscht, manipuliert oder durch falsche Angaben erschlichen wurde, oder wenn ein Missbrauch des Empfehlungssystems vorliegt. (4) Die Prämie wird nach Prüfung und Bestätigung durch Crashly per Überweisung ausgezahlt. Ein Rechtsanspruch besteht erst nach Bestätigung der Gültigkeit. Crashly kann das Programm jederzeit für die Zukunft ändern oder beenden. (5) Steuern: Der Empfehlende ist für die ordnungsgemäße steuerliche Behandlung der Prämie selbst verantwortlich. (6) Es dürfen nur Kontaktdaten von Personen verwendet werden, deren Einverständnis zur Kontaktaufnahme vorliegt. Massenversand/Spam ist untersagt.

§ 8 Verbotene Nutzung; Sperrung

(1) Bei Verstößen gegen diese AGB, insbesondere § 6, kann Crashly Inhalte entfernen, das Konto sperren oder kündigen und den betroffenen Fall/Lead aus der Vermittlung nehmen. (2) Bei Verdacht auf Straftaten behält sich Crashly die Information betroffener Gutachter sowie zuständiger Behörden im rechtlich zulässigen Rahmen vor.

§ 9 Folgen schuldhaft falscher Angaben

(1) Macht der Nutzer vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche, unvollständige oder irreführende Angaben zu einem Schadenereignis, ist er Crashly und/oder dem betroffenen Gutachter nach den gesetzlichen Vorschriften zum Ersatz des hierdurch entstandenen Schadens verpflichtet. (2) Der ersatzfähige Schaden umfasst insbesondere die vergeblichen, nachweisbaren Aufwendungen eines auf Grundlage der falschen Angaben tätig gewordenen Gutachters, namentlich Anfahrts-/Wegekosten und vergebliche Begutachtungskosten gemäß dessen üblicher/vereinbarter Sätze, soweit diese kausal auf den falschen Angaben beruhen. (3) Ein Anspruch auf die Empfehlungsprämie (§ 7) entfällt, wenn der zugrunde liegende Fall auf falschen Angaben beruht; bereits gezahlte Prämien sind zurückzuerstatten. (4) Dem Nutzer ist ausdrücklich bewusst und er stimmt zu, dass seine Angaben sowie seine Zustimmungen protokolliert und gespeichert werden, um die Richtigkeit und den Zeitpunkt seiner Erklärungen im Streitfall nachweisen zu können (Einzelheiten in den Datenschutzhinweisen). (5) Weitergehende gesetzliche Ansprüche (z. B. aus Delikt, § 823 BGB; Betrug) bleiben unberührt.

§ 10 Haftung des Anbieters

(1) Crashly haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie. (2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. (3) Crashly haftet nicht für die Leistungen, Beratung, Gutachten oder das Verhalten der Gutachter und nicht für den Ausgang einer Schadenregulierung. Crashly haftet nicht für vorübergehende Nichtverfügbarkeit der App. (4) Vorstehende Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Crashly.

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die vollständige Widerrufsbelehrung nebst Muster-Widerrufsformular findest du unter /widerruf und wird hier in Bezug genommen.

§ 12 Verfügbarkeit; Änderungen der App und der AGB

(1) Crashly bemüht sich um hohe Verfügbarkeit, schuldet diese aber nicht ununterbrochen (Wartung, Störungen, höhere Gewalt). (2) Crashly kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Über Änderungen wird der Nutzer mindestens 30 Tage vorab in Textform/in der App informiert. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb der gesetzten Frist und nutzt die App weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Nutzer, kann jede Partei kündigen.

§ 13 Laufzeit, Kündigung, Kontolöschung

(1) Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden (z. B. durch Löschung des Kontos). (2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. (3) Nach Kontolöschung werden Daten nach Maßgabe der Datenschutzhinweise und gesetzlicher Aufbewahrungspflichten gelöscht bzw. gesperrt.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern bleiben zwingende Schutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaats unberührt. (2) Ist der Nutzer Kaufmann/juristische Person des öffentlichen Rechts, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. (3) Verbraucherstreitbeilegung: Crashly ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG). (4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam (salvatorische Klausel; an die Stelle tritt die gesetzliche Regelung).